Intro:
Der Biologe Peter Turchin sagte die politischen Entwicklungen in den USA voraus, indem er Geschichte mit Hilfe von Mathematik erforscht. Seine These: Wird die Elite zu gross, wird es gefährlich.
Im Jahr 2010 bat die Wissenschaftszeitschrift «Nature» ausgewählte Forscher, eine Prognose für 2020 abzugeben. Von den zwei Dutzend Beiträgen sollte sich jener mit dem langweiligsten Titel als besonders brisant erweisen. «Politische Instabilität könnte im kommenden Jahrzehnt eine Rolle spielen», stand da auf Seite 680 der ersten Februarausgabe. Die Prophezeiung des Autors war aus drei Gründen ungewöhnlich. Erstens behauptete er, aus historischen Daten kalkulieren zu können, dass die USA in den 2020er Jahren in eine gravierende Krise schlittern würden, zweitens war er nicht Historiker, sondern Experte für den Mexikanischen Bohnenkäfer, und drittens sollte er recht bekommen.