Komplexitätsforscher sieht Gefahr für Systemkollaps in den USA (German)

Karin Krichmayr Der Standard January 28, 2024 Link

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Es gebe eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für einen gewaltsamen Bruch nach den US-Wahlen, sagt Peter Turchin. Er blickte für sein Buch “End Times” 5.000 Jahre zurück

Das alte Ägypten, das Römische Reich, die Maya oder die chinesische Qing-Dynastie: All diese leuchtenden Zivilisationen kollabierten irgendwann. Geboren in der damaligen Sowjetunion hat Peter Turchin einen solchen Zusammenbruch selbst erlebt, allerdings schon aus dem Exil. Er ging 1977 in die USA, als sein Vater, der Dissident und Kybernetiker Valentin Turchin, zur Emigration gezwungen wurde. Heute forscht Peter Turchin am Complexity Science Hub (CSH) in Wien.

Seit drei Jahrzehnten untersucht er den Aufstieg und Fall von Gesellschaften mithilfe von komplexen mathematischen Methoden. Die Muster, die er dabei fand, weisen darauf hin, dass die derzeitigen offensichtlichen Krisen Vorboten für einen gesellschaftlichen Kollaps darstellen. Als Doomer will er aber nicht missverstanden werden, ein Zusammenbruch sei vermeidbar.

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